Alle Eltern wissen, wie wichtig die richtige Kleidung für ihre Kinder ist. Kommen jedoch Hautallergien hinzu, wird die Auswahl noch schwieriger. Ungeeignete Stoffe, chemische Farbstoffe oder reizende Oberflächen können zu Rötungen, Juckreiz und sogar schwerwiegenderen allergischen Reaktionen führen. Wie findet man also Kleidung, die nicht nur schön und bequem, sondern vor allem auch sicher für Kinder mit Allergien ist?
Natürliche Materialien stehen an erster Stelle
Die Grundregel bei der Auswahl von Kleidung für Kinder mit Allergien lautet: Wählen Sie natürliche Materialien. Baumwolle, insbesondere Bio-Baumwolle, ist eines der am häufigsten empfohlenen Materialien. Warum? Weil sie weich, luftig und atmungsaktiv ist. Dies reduziert das Risiko von Überhitzung und Schwitzen, die Allergiesymptome verschlimmern können.
Ein weiteres Naturmaterial, das eine Überlegung wert ist, ist Leinen. Leinen ist hypoallergen, atmungsaktiv und hat thermoregulierende Eigenschaften, was es perfekt für den Sommer macht. Für Kinder mit empfindlicher Haut können Sie auch Bambuskleidung wählen. Bambusfasern sind von Natur aus weich, antibakteriell und unglaublich sanft und daher ideal für Kinder mit Hautproblemen.
Vermeiden Sie chemische Farbstoffe und Zusatzstoffe
Vielen Eltern ist die Bedeutung der Farbstoffe in der Kleidung nicht bewusst. Manche Kleidungsstücke, insbesondere billige Massenware, können Chemikalien enthalten, die die Haut reizen und Allergien auslösen. Wählen Sie daher am besten Kleidung in Naturfarben oder solche, die mit natürlichen Farbstoffen gefärbt wurde.
Zertifizierungen wie der OEKO-TEX Standard 100 können bei der Auswahl helfen. Trägt ein Kleidungsstück diese Zertifizierung, bedeutet das, dass es auf Schadstoffe geprüft und auch für empfindliche Haut unbedenklich ist. Weitere wertvolle Zertifizierungen sind GOTS (Global Organic Textile Standard) und das EU-Umweltzeichen, die eine ökologische und sichere Produktion garantieren.
Sichere Oberflächen und Details
Bei der Auswahl von Kleidung für Kinder mit Allergien lohnt es sich, auf die Details zu achten. Metallknöpfe, Reißverschlüsse und Applikationen können Nickel enthalten – eines der häufigsten Kontaktallergene. Wenn Ihr Kind zu allergischen Reaktionen neigt, wählen Sie besser Kleidung mit Kunststoffknöpfen oder ohne zusätzliche Verzierungen.
Nähte und Etiketten an der Innenseite können außerdem zu Scheuerstellen und Hautirritationen führen. Achten Sie daher auf Kleidung mit flachen Nähten oder aufgedruckten statt eingenähten Etiketten. Dies verringert das Risiko von Hautirritationen und sorgt für mehr Komfort für Ihr Baby.
Die richtige Pflege der Kleidung
Selbst die sichersten Stoffe können bei unsachgemäßer Pflege Probleme verursachen. Verwenden Sie daher sanfte Waschmittel, die speziell für Kinder entwickelt wurden. Vermeiden Sie aggressive Waschmittel, Bleichmittel und Weichspüler. Spülen Sie Ihre Kleidung regelmäßig aus, um Waschmittelrückstände zu entfernen, die die Haut reizen könnten.
Durch Waschen bei höheren Temperaturen werden chemische Rückstände entfernt, die während des Herstellungsprozesses zurückgeblieben sein können. Allerdings sind nicht alle Stoffe für das Waschen bei hohen Temperaturen geeignet. Überprüfen Sie daher immer das Pflegeetikett und befolgen Sie die Empfehlungen des Herstellers. Sollten Sie nach dem Tragen neuer Kleidung Reizungen feststellen, versuchen Sie es erneut oder entsorgen Sie das Kleidungsstück.
Testen Sie neue Kleidung nach und nach
Wenn Sie vermuten, dass Ihr Kind gegen bestimmte Materialien oder Stoffe allergisch ist, kaufen Sie nicht gleich eine ganze Garderobe aus einem einzigen Stoff. Beginnen Sie mit einem einzelnen Kleidungsstück, zum Beispiel einem T-Shirt oder Body, und beobachten Sie die Haut Ihres Kindes auf Anzeichen einer Allergie. So erkennen Sie ein mögliches Problem und vermeiden unnötige Kosten.
Zusammenfassung
Kinder mit Allergien benötigen besondere Sorgfalt bei der Auswahl der Kleidung. Durch die Wahl natürlicher, zertifizierter Materialien, den Verzicht auf chemische Farbstoffe und die richtige Pflege können Sie das Risiko von Reizungen und Allergien deutlich reduzieren. Achten Sie auf Details wie die Art der Verzierungen und Etiketten und führen Sie neue Kleidungsstücke schrittweise in die Garderobe Ihres Kindes ein. So schaffen Sie eine sichere, bequeme und hautfreundliche Garderobe, die keine Allergieprobleme auslöst.